Am Weißen Meer

 

Nach einer 400 Kilometer langen Anreise von Kostamuksha sind glücklich am Weißen Meer angekommen. Besonders die letzten 30 Kilometer waren sehr schwierig, denn die Straße wurde seit Jahren nicht mehr gerichtet, denn ein paar Meter weiter entsteht eine völlig neue Überlandstraße.

 

Im ersten Ort, den wir erreichen, sind wir ziemlich bedrückt, sind doch die Häuser in einem sehr schlechten Zustand und nirgends gibt es geteerte Seitenstraßen. Alles erstickt förmlich im Schlamm. Es ist so trist, dass wir uns nicht einmal trauen Fotos zu machen.

 

Fünf Kilometer weiter, an unserem heutigen Zielpunkt ist es zwar ärmlich, jedoch sind die Gärten gepflegt, die Häuser in Ordnung, die Menschen pflanzen Blumen an. Das tut nun wieder richtig gut. Norbert hat die gute Idee, einmal im Wasser des weißen Meeres zu stehen und er ist erstaunt wie warm dieser Ausläufer des Polarmeeres ist. Ruhig und beschaulich geht es zu. Die russische Seele lebt jedoch in den kleinen Details, den Blumen im Garten, den verspielten Vorhängen in den Fenstern, den freundlichen Gesichtern der Menschen.